Über die Jugendarbeitslosigkeit

Die Jugendarbeitslosigkeit ist, ohne alle anderen Probleme unserer Gesellschaft verkleinern zu wollen, das bei weitem größte Problem unserer Zeit. Zumindestens, wenn es uns daran liegt, unser aktuelles Gesellschaftssystem mitsamt veraltetem Bildungssystem und wachstumsorientierem Wirtschaftssystem, zu erhalten.

Auf der anderen Seite könnten diese negativen Entwicklungen auch zu einer Generation führen, welche, mangels einer Möglichkeit sich durch einen „normalen“ 9-to-5 Job in das existierende System einzugliedern, die Zeit hat, sich kritisch mit den Entwicklungen auf europäischer aber auch auf globaler Ebene zu beschäftigen.

Die Frage, die sich mir in diesem Zusammenhang stellt, ist, ob unser Bildungssystem, ausgelegt auf die Zeiten zu und nach der Industriellen Revolution, überhaupt beabsichtigt junge Menschen mit den kritischen Werkzeugen auszustatten um aktuelle politische und wirtschaftliche Geschehnisse zu hinterfragen und aus anderen Blickwinkeln zu betrachten.

Im Gegensatz zu der Hoffnung auf eine hinterfragende Generation stehen Entwicklungen bei denen man die Hoffnung verlieren könnte. Angefangen bei den starken Wahlergebnissen der FPÖ in Österreich über die Goldene Morgenröte in Griechenland zurück nach Ungarn zu Magyar Hajnal, der soeben gegründeten „Ungarischen Morgenröte“. Tendenziell werden nationalistische Parteien immer stärker und bieten viel zu einfache Erklärungen und Lösungen für komplexe Probleme wie Arbeitslosigkeit.

Leider lassen sich zu viele junge Menschen von solcher Propaganda in ihren Bann ziehen, die einzige Lösung in dem Zusammenhang scheint mir ein Bildungssystem zu sein, welches in erster Linie kritisches Denken vermittelt und die jugendliche Neugierde nährt und kultiviert, anstatt sich auf vorgegebene Stundenpläne zu konzentrieren.

Schließlich sind wir in der Lage, alles zu lernen, solange es uns Spaß macht und wir einen Sinn dahinter sehen.

David Cserjan
ist Teilnehmer des 6. Jahrgangs der Wirtschaftspolitischen Akademie 2013/14.

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Ein Kommentar zu „Über die Jugendarbeitslosigkeit

  1. „…die einzige Lösung in dem Zusammenhang scheint mir ein Bildungssystem zu sein, welches in erster Linie kritisches Denken vermittelt und die jugendliche Neugierde nährt und kultiviert“ – eigentlich eine wunderbare Begründung, warum Projekte wie die Wipol gerade jetzt nötig sind. ;-)

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